Montag, 4. Februar 2013

Südafrika: Gassigehen mit Geparden

Joseph mit Deborah, seiner Entertainerin (Foto: Cheetah Outreach)
(Reise, Südafrika, Maike Grunwald) Das ist Joseph, mein Lieblingsgepard. Er ist der Star der Geparden-Schutzstation "Cheetah Outreach" bei Kapstadt in Südafrika. Als ich ihn zuletzt besucht habe (und dabei ausgiebig streicheln durfte!), war die Station noch auf einem Weingut. Nach dem Umzug ins nahe Paardevlei genießt Joseph ausgiebige Strandspaziergänge - guckt Euch bloß die Wahnsinns-Fotos an!

Gepard am Meer: Bloß keine Langeweile für Joseph! (Foto: Cheetah Outreach)

Die Fotos habe ich von Deborah (oben links - thank you Deborah!) bekommen. Als "Enrichment Officer" im Schutzzentrum ist es ihr Job, für Abwechslung im Leben der gefährdeten Großkatzen zu sorgen. Heute ist Liesl, die Direktorin von Cheetah Outreach, mit von der Partie (oben rechts).

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Josephs Kumpel Hemmingway mit Deborah und Liesl, Direktorin bei "Cheetah Outreach" (Foto: Cheetah Outreach)

Joseph und seine Kumpels auf der Schutzstation sind in einer speziellen Geparden-Zucht-Station geboren und mit der Flasche aufgezogen worden. Sie sind an Menschen gewöhnt und könnten in der Wildnis nicht überleben. Bei Cheetah Outreach machen Joseph und die anderen zahmen Geparden als "Botschafter" Werbung für den Schutz der bedrohten Großkatzen. Gegen eine Spende können Touristen sie streicheln, beim Rennen im Großgehege beobachten oder sogar mit ihnen Gassi gehen! Mit den Spenden werden auch Projekte zum Schutz von wild lebenden Geparden finanziert, die leider stark vom Menschen und dessen Einschränkungen ihres Lebensraums gefährdet sind.

Joseph liebt Menschen - sieht man das etwa? (Foto: Cheetah Outreach)
Für Joseph sind die Besuche der Touristen eine willkommene Abwechslung, denn der größte Feind der zahmen Tiere ist Langeweile. Die Schutzstation sucht übrigens regelmäßig ehrenamtliche Helfer für mindestens einen Monat oder besser länger (aktuell mit Start ab September, Bewerbungen an Karen, volunteer(at)cheetah.co.za). Das bedeutet viel Putzarbeit, aber auch Gepardenstreicheln und interessante Arbeit im Schutzzentrum - und alles für den guten Zweck! Ein Traum, den ich mir vielleicht irgendwann erfüllen werde ...

Mehr Infos auf der Website von "Cheetah Outreach" www.cheetah.co.za
Mehr Fotos von Joseph (auch mit mir): "Geparden und Forellen in Südafrika"
Mein Geparden-Artikel bei Zeit Online: "Geparden zu Natur-Botschaftern"

Kommentare:

  1. Oh wow, da kann man ja neidisch werden! Einem so tollen Geschöpf so nahe zu kommen, einfach toll.

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  2. Ich hätte nie gedacht, dass man Geparden wirklich so zahm bekommen kann. Interessantes Projekt und sehr schöne Fotos!

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  3. Ich werd ja verrückt ! Wie toll ist das denn , einfach unbeschreiblich!
    Mensch eh , da wird die Sehnsucht , dort auch mal hin zu reisen wirklich immer größer!

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  4. Joseph guckt nicht viel anders als unsere Katze Momo. Katzen gleich welcher Größe gehören eben zu den schönsten Tieren der Welt. Ich könnte mir einen Südafrika-Urlaub vorstellen,nur, um Joseph streicheln zu dürfen.

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  5. Wahnsinn, wenn es nicht die Bilder geben würde, würde ich denken jemand will mir einen Bären aufbinden. Fantastisch.

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  6. @reisenessen @Anonym @Düsterland-Fotografie @Michael Gruhl @Angi Dankeschön :-) Es ist wirklich unbeschreiblich, etwas was man nie vergisst... Vielleicht kann ja der eine oder andere von Euch tatsächlich mal "Volunteer" werden und einige Wochen täglich mit diesen wunderschönen Tieren zu tun haben, oder zumindest einmal als Besucher hinfahren ...Ich wünsche es Euch!

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  7. Es stimmt mich schon ein wenig traurig diese Tiere so zu sehen, mit einem Halsband auf Spaziergang. Wenn man diese Tiere in Ihrer glücklichen freien Heimat beobachten kann, wie sie jagen, welches grosses Jagdgebiet sie haben. Wie Mütter glücklich mit Ihren Jungen im Buschgras liegen, dann kann man dies einfach nicht gut finden. In der Masai Mara gibt es mittlerweile Projekte die jungen Geparden nach Verletzungen, wenn die Mutter stirbt oder andere Vorfälle immer wieder in die Freiheit wieder ausgegliedert werden. Für mich persönlich der richtigere Weg. Zumal es mittlerweile auch in Südafrika Aufzuchtstationen gibt, wo Geparden und Löwen die Jagd gezüchtet werden.

    Man sollte lieber alles daran ansetzen, den Lebensraum für die Tiere zu erhalten ... den dabei sind wir Menschen auch die Hautversucher, mit unserem ständigen Eingriff in die Natur.

    LG sendet Daniela

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    1. Liebe Daniela, natürlich hast Du Recht: Es wäre viel schöner, wenn Geparden nicht gefährdet wären, wenn ihre Lebensräume erhalten blieben und es nicht notwendig wäre, sie zu schützen, sondern sie alle frei in ihrem natürlichen Lebensraum jagen könnten.

      Da es aber leider nicht so ist, finde ich JEDE Schutzmaßnahme wichtig. Dazu gehören die Maßnahmen, die Du beschrieben hast, die ein Leben in Freiheit ermöglichen. Aber auch die Arbeit von Cheetah Outreach kommt wilden Geparden zugute: Das Hirtenhundeprojekt, das frei lebende Geparden vor Abschuss schützt, ist ja das Hauptprojekt der Schutzstation, das Erforschen häufiger Krankjheiten ein weiteres, siehe dazu meinen anderen Blogpost zur Organisation.

      Dass zusätzlich auch noch Geparden in Gefangenschaft nachgezüchtet werden und auf der Schutzstation beschäftigt werden, ist auch wichtig, wie gesagt als zusätzliche Maßnahme - es ersetzt ja nicht den Schutz der frei lebenden Geparden, sondern dient ihm ausdrücklich.

      Ich finde es wichtig, dass diese Geparden, die in Gefangenschaft nachgezüchtet und von Menschen aufgezogen wurden, die auch für die Erforschung von häufigen Krankheiten bei wild lebenden Geparden wichtig sind, dass diese Geparden nicht in Käfigen herumvegetieren wie im Zoo, sondern beschäftigt werden und Auslauf bekommen. Für die Freiheit kommen diese Geparden leider nicht in Frage.

      Kurz gesagt: Ich war vor Ort und hatte den Eindruck, dass es ihnen sehr gut geht, dass sie sich nicht langweilen. Die ganze Arbeit der Organisation hat mich überzeugt, sonst würde ich keine "Werbung" dafür machen. Aber wie gesagt, Du hast Recht - schöner wäre es, wenn die Menschen die Natur gar nicht erst nicht zerstören würden.

      Liebe Grüße Maike

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