Donnerstag, 2. Juni 2011

Koh Chang: Tiere, Traumstrände & Thai-Küche


Blick von meinem Balkon (Foto: © Maike Grunwald)

(Hotelbesprechung, Thailand, Maike Grunwald) Ich mag ja Tiere in Hotels. Natürlich keine Kakerlaken oder Bettwanzen. Aber eine schnurrende Katze auf dem Sofa in der Lobby, wie es sie in billigen Hotels an der Küste Anatoliens gibt - das ist eine Komfort-Inklusivleistung, für die ich sogar extra zahlen würde. Das edle Amari Emerald Cove, meine Unterkunft auf der thailändischen Trauminsel Koh Chang, kann man mit solchen Touristenschuppen natürlich nicht vergleichen. Aber auch dort gibt es vierbeinige Mitbewohner – sogar wilde.



Scheu und schwer zu knipsen: Geckos im Emerald Cove (Foto: © Maike Grunwald)

Ein paar niedliche Geckos haben es sich in dem 5-Sterne-Resort bequem gemacht. Nicht in den Zimmern, die Klimaanlage mögen sie nicht. Aber an den Wänden in den Treppenhäusern, deren unterste Ebene wie ein Urwaldboden mit Pflanzen bewachsen ist. Das ist das, was mir am Resort Emerald Cove besonders gefällt: der Übergang von Natur und Hotel ist harmonisch. 


(Foto: © Amari Emerald Cove Koh Chang)
 Der Weg zum Zimmer führt auf Holzbohlen an einem langen Wasserbecken entlang. Zwischen Lotusblüten schwimmen kleine neugierige Fische. Die Tiere sind in Thailand ein Symbol für Glück und Fruchtbarkeit, daher hat jedes noch so kleine Haus ein Fischbassin im Garten. Links schweift der Blick über eine Parklandschaft mit Blumen, Rasen, Palmen und Blätterpflanzen, dahinter noch mehr Wasser: der 50-Meter-Pool und das Meer, Klong Prao Beach. Abends sind die Holzbohlenwege mit kleinen Lampen beleuchtet. Romantischer geht es kaum.


Ban Kwan Chang Elephant Camp: einmal Elefantenführer spielen! (Foto: © Ja/ Maike Grunwald)

Als ich am frühen Abend auf den Balkon trete, denke ich, ich bin in einem Urlaubskatalog. Ein spektakulärer Sonnenuntergang zaubert ein Spektrum an Orangetönen auf das Meer vor mir, die riesigen Palmen am Strand wirken wie dunkle Scherenschnitte. 


Gilt als verspielt: Elefantendame Sushine (Foto: © Maike Grunwald)


Die Insel Koh Chang im Südosten Thailands wird immer noch gern als Geheimtipp bezeichnet. Erst nach der Tsunami-Katastrophe von Phuket 2004, die Koh Chang vollkommen verschonte, wurde sie als alternatives Urlaubsziel entdeckt. Inzwischen ist sie touristisch erschlossen, aber nicht überlaufen. Der dichte Dschungel, der einen Großteil der 30 Kilometer langen gebirgigen Insel überwuchert, wurde zum Nationalpark erklärt. Abenteuerliche Wanderpfade führen zu den Wasserfällen Khlong Plu, Than Mayom, Klong Nung und Ke Rhepet (gutes Schuhwerk mitnehmen und nicht ohne Begleitung losziehen!).


Wellness-Bad mit Bürstenmassage für die Elefantendame  (Foto: © Susanne Wess)

Im Ban Kwan Chang Elephant Camp (unterstützt von der Asian Elephant Foundation) kann man nicht nur mit Elefanten durch den Dschungel reiten, sondern auch Mahut (Elefantenführer) spielen und mit den Dickhäutern baden. Wer lieber faul rumliegen oder ein bisschen schnorcheln will: Das Amari Emerald Cove organisiert Speedboat-Fahrten zu den vorgelagerten Mini-Inseln, an deren Traumstränden man ganz für sich ist. 


Einsamer Strand auf  Laoya Island (Foto: © Maike Grunwald)
Und dann die leckere thailändische Küche! Wie leicht man die selbst zubereiten kann, zeigt mir Stefan Frenz, der Küchenchef des Emerald Cove. Der Schwabe arbeitet seit 13 Jahren für Amari Hotels in Thailand. "In Chiang Mai habe ich seinerzeit viel für die Königsfamile gekocht", erzählt er. Was er an der Thai-Küche besonders mag? "Sie ist sehr klar und basic. Es gibt weniger Gewürze als z.B. in der indischen Küche, eher mehr Kräuter. Man schmeckt jede Zutat heraus." Die Kochkurse gibt er zusammen mit einem thailändischen Kochlehrer, Herrn Saktipong. "Wir lassen die Gäste möglichst viel selber machen, damit sie ein Gefühl für die Küche bekommen", so Stefan Frenz. "Auch Fehler sind gut, dabei lernt man am besten". Am Ende weiß ich nicht nur, wie man die wichtigsten thailändischen Gerichte zubereitet, sondern auch, mit welchen Zutaten ich die ersetze, die man in Deutschland nicht bekommt. 


Foto: © Amari Emerald Cove Koh Chang
Dazu gibt es ein Koch-Zertifikat. Als ich das nach oben in mein Zimmer trage, sehe ich im Treppenhaus zwei Geckos an den Wänden kleben.


Der Info-Pott: Amari Emerald Cove Koh Chang
5-Sterne-Strandresort am Klong Prao Beach

Zimmer: 165 Superior-/Deluxe-Zimmer und Suiten

Pool/Spa: 50-Meter-Pool am Palmenstrand, Sivara Spa (z.T. open air) mit allen erdenklichen Treatments, von der klassischen Thai-Massage bis zum Facial

Essen & Trinken: drei Restaurants, Cove Terrace (à la carte und Themenabende), Sassi (italienische Küche),  Just Thai (thailändische Küche mit großer Auswahl an Seafood), Breezes Bar

Mehr Infos und Buchung:
www.amari.com/Emerald-Cove-Koh-Chang

Text: Maike Grunwald
Fotos:
Maike Grunwald, Amari, Susanne Wess


Diese Reise wurde unterstützt von Amari Hotels.

Kommentare:

  1. Thailänder sind auch bekannt für ihre große Liebe zu den Tieren. Die Thais wissen Tiere und Pflanzen viel besser zu schätzen, als wir deutsche. Koh Chang ist eine wundervolle Insel mit einer riesigen Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Ein Besuch auf der Elefanteninsel darf bei keinem Thailandurlaub fehlen. Ich war auch schon öfter dort und es freut mich, das dir dein Urlaub auch gefallen hat. Vielen Dank für deinen ausführlichen Artikel und die Bilder.

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    1. Lieber Friedrich, danke für den netten Kommentar - ich fand die Insel auch wirklich traumhaft und würde gerne bald wieder hin. LG Maike

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