Donnerstag, 29. September 2011

Filmtipp: Bombay Diaries

Szene aus dem Film "Bombay Diaries": Shai, eine Hobby-Fotografin, entdeckt Bombay, die heimat ihrer Eltern (Foto: Rapid Eye Movies)
(Filmtipp, Indien, Maike Grunwald) Bombay erleben, ohne hinzufliegen? Der indische Film "Bombay Diaries" macht's möglich. Ab heute tourt die filmische Liebeserklärung an die indische Metropole durch verschiedene deutsche Arthouse-Kinos.

"Eine Stadt, vier Menschen, viele Geschichten" - dieser Slogan sagt genau, wer der Star des Films ist: die quirlige Stadt Bombay. Wir entdecken sie durch die Augen von Shai, einer jungen amerikanischen Hobby-Fotografin, die die Heimatstadt ihrer Eltern mit der Kamera erkunden will. Auf einer Vernissage trifft sie den unnahbaren Künstler Arun (gespielt von Aamir Khan, indischer Filmstar und Produzent von Bombay Diaries).

Zum Trailer (englische Originalversion)


Der Künstler Arun, gespielt von dem indischen Filmstar Aamir Khan, Produzent des Films (Foto: Rapid Eye Movies)
Shai und Arun verbringen eine Nacht zusammen, doch ihre Wege trennen sich. Während sich der Künstler in den Videotagebüchern einer ihm unbekannten Hausfrau verliert, freundet sich Shai entgegen aller Konventionen mit dem Wäscher Munna an. Er arbeitet in Bombays größter Freiluft-Waschanlage Dhobi Ghat (so auch der Titel der indischen Originalversion des Films) und kennt jeden Winkel der Stadt.

Munna, gespielt von dem indischen Nachwuchsstar Prateik (Foto: Rapid Eye Movies)

Munna führt Shai durch die entlegensten Winkel der pulsierenden und modernden Metropole. Er verliebt sich und beginnt vom Unmöglichen zu träumen.
Munna und Shai (Foto: Rapid Eye Movies)
Für ihr Regiedebüt wurde Kiran Rao international gelobt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Produzenten und Schauspielstar Aamir Khan, schuf sie ein lebendiges Porträt der unfassbaren Metropole und ihrer Bewohner, unterhaltsam, rührend, mit einer schönen Liebesgeschichte - und ganz ohne die typischen Elemente Bollywoods. Ihr Film sei „ein erster Schritt einer neuen Welle indischer Filme, die die traditionellen Bollywood-Standards neu definieren könnte“, schreibt USA Today.

Mein Tipp, als Fan der unmöglichen, verrückten, stinkenden, duftenden, elenden, glanzvollen, modernen, traditionsreichen und trotz allem so wunderbaren Stadt: Unbedingt ansehen! Wer schon mal in Mumbai/Bombay war, wird in Erinnerungen schwelgen und Neues entdecken. Wer noch hin will, bekommt einen guten Vorgeschmack.

Munna (Foto: Rapid Eye Movies)

Wann und wo der Film in Deutschland läuft:



Ab 29.9.:
Berlin (Babylon Berlin:Mitte & Eiszeit)

Ab 1.10.:
München (Werkstattkino)
Wiesbaden (Caligari)
Düsseldorf (Metropol)

Ab 3.10.:
Leipzig (Schaubühne Lindenfels)

Ab 13.10.:
Bochum (Endstation Kino)
Oldenburg (Cine k)

Ab 20.10.:
Dresden (KIF)
Regensburg (Filmgalerie)

Ab 24.10.:
Münster (Cinema)

Ab 27.10.:
Bremen (CityKino 46)
Esslingen (Koki)

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